Facebook willigt nach wie vor ein, in Großbritannien eine Geldstrafe von 500.000 Pfund (mehr als 579.000 Euro) zu zahlen, teilte die britische Datenschutzbehörde ICO am Mittwoch mit. Das Bußgeld wurde im Oktober 2018 von Watchdog wegen Datenmissbrauchs über Apps verhängt.

Facebook legte im November Berufung gegen die Geldbuße ein, da keine Hinweise darauf vorlagen, dass während des Cambridge Analytica-Datenskandals Daten von britischen Nutzern durchgesickert waren.

Im Jahr 2015 wurden während dieses Skandals Millionen von Benutzerdaten über diese Facebook-App übertragen. Mehr als 300.000 Benutzer installierten die App, aber schließlich sammelte Cambridge Analytica Daten von 87 Millionen Benutzern weltweit. Es wird auch geschätzt, dass Daten von 90.000 Niederländern durchgesickert sind.

Nachforschungen des ICO ergaben zum damaligen Zeitpunkt, dass keine britischen Daten erfasst worden waren. Es wurde jedoch eine Geldbuße verhängt, da es den Anschein hatte, als hätten Facebook-App-Hersteller zwischen 2007 und 2014 viel Zugriff auf Benutzerdaten gewährt, ohne dass Benutzer ihre ausdrückliche Erlaubnis gegeben hätten. Auch Daten von Freunden der App-Nutzer waren sichtbar.

Im Juli dieses Jahres hat Facebook mit dem Trade Watchdog FTC einen Vergleich über 5 Milliarden Dollar (rund 4,5 Milliarden Euro) abgeschlossen. Dies geschah aufgrund mehrfacher Verstöße gegen die Privatsphäre der Nutzer im Zusammenhang mit dem Skandal von Cambridge Analytica.